Die 7 schönsten japanischen Gärten

04 Aug 2026
Highlights des Reiseziels

Japanische Gärten wurden auf der ganzen Welt immer wieder neu interpretiert – von Parkanlagen in Partnerstädten bis hin zum Koi-Teich im eigenen Garten. Die Vorstellung, bei einer Tasse grünem Tee dem Vogelgesang zu lauschen, während Bambus im Wind raschelt und Wasser zwischen Felsen hindurchfließt, gehört für viele zum besonderen Reiz dieser Gärten. Sie stehen für Ruhe und Entspannung und bieten eine angenehme Pause vom Alltag.

Vielleicht hattest du bereits Gelegenheit, einen solchen Garten in deiner Nähe zu besuchen. Die Gärten in Japan selbst sind oft besonders weitläufig und bis ins kleinste Detail gepflegt. Sanfte Hügel, geschwungene Brücken und traditionelle Teehäuser mit Strohdächern prägen ihre Landschaft. Du findest sie im ganzen Land – und viele von ihnen gehören zu den schönsten Orten, um im Frühling die Blütenpracht und im Herbst die leuchtende Laubfärbung zu erleben. 

Japanischer Garten in Kyoto

In dieser Top-7-Liste stellen wir dir einige der elegantesten und kunstvollsten japanischen Gärten des Landes vor. Manche liegen zu Fuß imposanter Burgen, andere sind Teil eines Kunstmuseums und wieder andere mitten im Trubel großer Metropolen. Kein Garten gleicht dem anderen, doch sie alle bieten dir die Möglichkeit, dem hektischen Alltag für eine Weile zu entkommen und die Schönheit deiner Umgebung ganz bewusst auf dich wirken zu lassen. 

7. Sankeien, Yokohama 

Kirschblüten im Sankeien-Garten

Beginnen wir mit einem Garten in Yokohama, der Nachbarstadt Tokios. Der Sankeien-Garten liegt im Süden der Stadt, nur einen Katzensprung vom Zentrum entfernt und dennoch weit genug außerhalb, um nicht von Hochhäusern umgeben zu sein. 

Die Endung -en bedeutet auf Japanisch Garten“. Sankeien ist nach seinem Schöpfer Hara Sankei benannt. Der mehr als hundert Jahre alte Garten begeistert zu jeder Jahreszeit mit Teichen, Pagoden und historischen Bauwerken. Besonders eindrucksvoll ist er jedoch im Frühling, wenn die zahlreichen Kirschbäume in voller Blüte stehen. Ruderboote auf dem Teich und die regelmäßig vorbeiziehenden großen weißen Reiher bilden eine so malerische Kulisse, dass hier häufig Verlobungsfotos aufgenommen werden. 

Unterhalb der Klippen des Gartengeländes liegt der frei zugängliche Shanghai-Yokohama-Freundschaftsgarten. Ein Spaziergang rund um den Teich, den Pavillon und das Gebäude im chinesischen Stil lohnt sich, bevor du den Sankeien-Garten durch das Südtor betrittst. 

6. Koishikawa Korakuen, Tokio 

Ahornbäume spiegeln sich im Teich des Koishikawa-Korakuen-Gartens in Tokio, Japan

Auch Tokio selbst wartet mit einem eindrucksvollen Garten auf: dem Koishikawa Korakuen

Mit einer Lage im Viertel rund um den Tokyo Dome ist dieser Garten ebenso leicht zu erreichen wie sehenswert: Er liegt nur wenige Gehminuten von einer JR- und einer U-Bahn-Station entfernt. Zu seinen besonderen Merkmalen gehören Teiche mit kleinen Inseln, die durch Holzbrücken miteinander verbunden sind, sowie eine historische Steinbrücke in Form eines Halbmonds. 

Die Anlage ist fast 400 Jahre alt und seit 1938 für die Öffentlichkeit zugänglich. Falls du während deines Aufenthalts in Tokio nur Zeit für einen japanischen Garten hast, ist der Koishikawa Korakuen daher eine ausgezeichnete Wahl. 

5. Suizenji Jojuen, Kumamoto 

Der Mount Fuji des Gartens

Im Zentrum Kyushus, der südwestlichsten der vier japanischen Hauptinseln, liegt die Präfektur Kumamoto. Sie begeistert mit vielfältiger Natur, während ihre gleichnamige Hauptstadt von eindrucksvollen, teils mit Bambus bewachsenen Bergen umgeben ist. 

Nicht weit von der imposanten Burg Kumamoto entfernt liegt der Suizenji-Jojuen-Garten. Pflaumen- und Kirschbäume, japanische Kiefern und stets hungrige Koi prägen die weitläufige Anlage. Vom Teehaus im Inneren des Gartens eröffnet sich dir ein besonders schöner Blick über den Teich und die sanften grünen Hügel, die berühmte Landschaften darstellen. Der größte von ihnen ist dem Mount Fuji nachempfunden. 

So sehenswert der Garten selbst ist, bildet er doch nur den Anfang des größeren Suizenji-Parks. Dieser erstreckt sich zu beiden Seiten des Flusses Kase und geht in Seen mit kleinen Inseln über, die durch Fußgängerbrücken miteinander verbunden sind. Die gesamte Anlage lädt zu einem ausgedehnten Spaziergang ein – ihr unbestrittenes Herzstück bleibt jedoch der Suizenji-Jojuen-Garten. 

4. Kokoen, Himeji 

Koi-Teich mit Trittsteinen und Teehaus im Kokoen-Garten, Himeji

Der Kokoen-Garten liegt direkt neben der Burg Himeji, die zum UNESCO-Welterbe gehört. Die eindrucksvolle Burg ist das Wahrzeichen der Stadt Himeji in der Präfektur Hyogo – und auch der benachbarte Garten zählt zu den Höhepunkten der Stadt. 

Bambushaine, Trittsteine, kleine Brücken, Teehäuser und Pavillons prägen den Kokoen-Garten. Dabei eröffnet sich immer wieder der Blick auf die mächtige und zugleich elegante Burg Himeji. In den wärmeren Monaten leuchtet der Garten in sattem Grün, während er sich im Herbst in ein farbenprächtiges Meer aus rotem, orangefarbenem und goldenem Laub verwandelt. Ein Besuch gehört daher unbedingt zu einer Reise nach Himeji. 

Im Soujuan-Teehaus kannst du außerdem jeden Nachmittag an einer traditionellen Teezeremonie teilnehmen. Genieße grünen Tee und japanische Süßigkeiten, während du dem Plätschern des Wassers lauschst und inmitten eines japanischen Gartens zur Ruhe kommst. 

3. Der Steingarten des Ryoanji-Tempels, Kyoto 

Geharkter Sand rund um einen Felsen

Wenn du Zen-Gärten im Miniaturformat kennst, kannst du im Steingarten des Ryoanji-Tempels in Kyoto eines der berühmtesten Originale erleben. 

Kyoto ist für seine jahrhundertealten Tempel und Pagoden berühmt, und auch Ryoanji bildet hier keine Ausnahme. Der mehr als 500 Jahre alte Tempel blickt auf eine lange Geschichte zurück und lässt sich sowohl in seinen Innenräumen als auch in den Außenanlagen erkunden. Dort eröffnet sich dir der Blick auf einen der berühmtesten Steingärten Japans

Schon der Tempel selbst ist einen Besuch wert, doch der sorgfältig gepflegte Steingarten ist zweifellos sein besonderes Herzstück. Mit seinen exakt geharkten Kiesflächen und bewusst platzierten Felsen entfaltet er zu jeder Jahreszeit eine ganz eigene Wirkung. 

Natürlich kannst du den Kies hier nicht selbst harken wie bei einem kleinen Zen-Garten für zu Hause. Dafür lohnt es sich umso mehr, eine Weile Platz zu nehmen, die schlichte Komposition auf dich wirken zu lassen und den Anblick in Erinnerung zu behalten. 

2. Kenrokuen, Kanazawa 

Kenrokuen-Garten in Kanazawa im Frühling

Kein Überblick über die schönsten japanischen Gärten wäre vollständig ohne den Kenrokuen in Kanazawa. Der weitläufige Landschaftsgarten liegt direkt neben der Burg Kanazawa und zählt zu den berühmtesten und bedeutendsten Gärten Japans. 

Sein Name lässt sich sinngemäß als Garten der sechs Eigenschaften übersetzen. Gemeint sind Weitläufigkeit, Abgeschiedenheit, kunstvolle Gestaltung, historischer Charakter, Wasserreichtum und schöne Ausblicke – Eigenschaften, die im Kenrokuen harmonisch miteinander verbunden sind. Zu seinen bekanntesten Motiven gehört die zweibeinige Kotoji-Steinlaterne am Kasumigaike-Teich, die zu einem Wahrzeichen Kanazawas geworden ist. 

Ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit: Im Frühling blühen die Kirschbäume, im Sommer erstrahlt der Garten in sattem Grün und im Herbst leuchten die Ahornbäume in kräftigen Farben. Im Winter prägen die charakteristischen Yukitsuri das Bild. Die Seilkonstruktionen schützen die Äste der Kiefern vor schwerem Schnee und verleihen dem Garten eine besonders eindrucksvolle Silhouette. 

1. Der Garten des Adachi Museum of Art, Shimane 

Garten des Adachi Museum of Art, Shimane

Es dürfte kaum überraschen, dass unsere Nummer eins seit vielen Jahren auch landesweit zu den besten japanischen Gärten gezählt wird. 

Der Garten liegt in den Hügeln von Yasugi in der Präfektur Shimane, etwa eine Stunde von der Präfekturhauptstadt Matsue entfernt. Er gehört zum Adachi Museum of Art und ist als dauerhaftes Kunstwerk unter freiem Himmel gestaltet. Sorgfältig gepflegte Bäume und Sträucher, geharkte Sandflächen und Koi-Teiche verleihen ihm eine beinahe unwirkliche Atmosphäre. Gemeinsam mit den leuchtend grünen Hügeln der Umgebung wirkt der Garten wie ein Gemälde, das durch die Fenster des Museums eingerahmt wird. 

Einige Bereiche des Gartens sind zugänglich, der größte Teil darf jedoch nur betrachtet und nicht betreten werden. Gerade diese unberührte Perfektion macht seine besondere Wirkung aus. Ganz gleich, aus welchem Blickwinkel du ihn betrachtest: Der Garten bleibt unvergesslich. 

Auch wenn der Garten zweifellos das Herzstück der Anlage ist, lohnt sich ein Besuch des Adachi-Kunstmuseums ebenso wegen seiner vielfältigen Ausstellungen. Da der Garten zu jeder Jahreszeit sorgfältig gepflegt wird, ist das Museum das ganze Jahr über ein lohnendes Reiseziel.

Japans Gärten & die GREEN×EXPO

Erlebe Japans schönste Gärten im Mai auf einer 12-tägigen Rundreise mit Tempeln, Onsen und der GREEN×EXPO 2027 in Yokohama.

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Garten des Adachi Museum of Art in Shimane, Japan